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Wechseljahrsberatung
Krisen bewältigen - Chancen nutzen

Die Menstruation ist ausgeblieben, Hitzewallungen, innere Unruhe, Herzrasen, Schwindel, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen sind aufgetreten. Mit einzelnen oder allen diesen Symptomen kommen viele Frauen im Alter zwischen 45 und 55 in die gynäkologische Sprechstunde.
 
Die Wechseljahre (das Klimakterium) können beschwerlich sein. Nichtsdestotrotz sind sie ein normaler Vorgang. In der Beratung ist zunächst zu klären, an welchem Punkt im Übergang in die Wechseljahre die Patientin steht.

Die Menopause bezeichnet man die letzte Menstruationsblutung im Leben einer Frau. Wenn bei einer Frau über 50 die Menstruation mehr als ein Jahr ausgeblieben ist, ist eine Schwangerschaftsverhütung nicht mehr erforderlich.

Sehr wichtig zu wissen ist, dass jede noch so geringe Blutung aus der Scheide, nachdem die Menstruation ein Jahr ausgeblieben ist, ein mögliches Hinweiszeichen auf eine schwerwiegende Erkrankung sein kann. Baldmöglichst sollte eine gynäkologische Untersuchung die Ursache klären.

Die Dauer von Wechseljahrsbeschwerden variiert von wenigen Wochen oder Monaten bis zu mehreren Jahren. Bei manchen Frauen akzeptiert der Körper den geringeren Östrogenspiegel schnell, dann geschieht der Übergang fast unbemerkt.

Wie die Wechseljahre erlebt werden, ist nicht zuletzt kulturell geprägt.

Trockene Haut und Schleimhäute, sexuelle Lustlosigkeit, Gebärmuttersenkung, Harninkontinenz, Gewichtszunahme, Osteoporose oder Gedächtnisschwäche treten häufig erst später in der Postmenopause, Monate bzw. Jahre nach Ausbleiben der Menstruation auf.

Bei etwa 15-25% der Frauen sind Wechseljahrsbeschwerden so ausgeprägt, dass sie behandelt werden sollten. An erster Stelle stehen regelmäßiger Ausdauersport und gesunde Ernährung. Aber auch einige Frauen, die sich körperlich fit halten und geeignet ernähren, brauchen eine ergänzende Therapie mit pflanzlichen Mitteln oder Hormonen. Die Therapie wird den individuellen Bedürfnissen angepasst.

Bei dieser Vielzahl von körperlichen Veränderungen, mit denen Frauen sich in den Wechseljahren arrangieren müssen, sollte man die positiven Aspekte nicht vernachlässigen.

Die Wechseljahre sind ein notwendiger und sinnvoller Lebensabschnitt, wie es auch die Pubertät ist.

Bewusst angenommen, bieten sie eine Zeit, sich zu entfalten, kreativ zu sein, Selbstbeschränkungen aufzugeben, noch einmal neu den eigenen Platz zu finden.

Vertiefen lassen sich diese Aspekte in den Büchern von Christiane Northrup und Julia Onken.
Literatur zum Thema „Wechseljahre"

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